Gruppenleiter-Fortbildungswochenende am Ansveruskreuz

Am 06. April traf sich unsere Stammesleiterrunde um 17.30 an der Gemeinde, um gemeinsam ein Wochenende auf dem Zeltplatz am Ansveruskreuz in Einhaus bei Ratzeburg zu verbringen und dabei einiges zu lernen. Ziel des Wochenendes war, dass wir als Team noch weiter zusammen wachsen und uns einem besonderen Thema - den Pfadfindertechniken.

Dazu lud der Stammesvorstand zwei kompetente Referenten ein, um zusammen den optionalen Baustein 3e der internationalen Woodbadge- Ausbildung durchzuführen. Dies bedeutet, dass wir uns Aspekten wie dem Arbeiten mit unserem Zeltmaterial, verschiedenen Feuerarten, Karte und Kompass, Knoten und Teambuilding zuwandten.

Am Freitagabend packten wir noch unser Material in die Fahrzeuge und machten uns wenig später auf den Weg. Nach der Einweisung durch den Platzwart bauten wir zunächst unsere Zelte auf. Darunter fielen eine Jurte, drei „Loks“, eine Wander- und eine Hoch-Kohte. Recht simultan entfachten wir das erste Feuer, worüber wir unser Abendessen im sogenannten Dutch-Oven kochten. Nachdem alle gesättigt waren und ihre Schlafplätze eingerichtet hatten, war noch etwas Zeit für eine kurze Einheit nach der Methode „kollegiale Beratung“, die von Sebastian durchgeführt wurde und bei allen gut ankam. Danach ließen ein paar von uns den Abend noch am Lagerfeuer ausklingen.

Am nächsten Morgen starteten wir in den Tag, indem wir uns Wasser für Kaffee, Tee und Omelette über dem neu entfachten Feuer kochten und eine Morgenrunde mit Spiel und Gebet abhielten. Nach dem anschließenden Frühstück stellte Sebastian die Tagesordnung vor und gab einen Überblick, worum es bei dieser Fortbildung ging.
Im Anschluss teilten wir uns aufgrund der doch recht vielen Gruppenleiter, die mitgekommen waren, in drei Kleingruppen auf und nahmen an kleinen Workshops teil, die von Moritz, Gregor und Katrin (die noch spontan zugesagt hatte) angeleitet wurden.

Bei Moritz besprachen wir die Zeltkonstruktionen, die wir am Tag zuvor aufgebaut hatten, was dabei zu beachten ist, wie gut sie sich für bestimmte Anforderungen eignen und wie gut man in ihnen schlafen kann.

Gregor brachte den Teilnehmern unsere Werkzeuge näher. Zunächst wurden Unterschiede sowie Vor- und Nachteile von Axt, Beil und Spalthammer dargestellt und dann eine ganze Reihe von alten Beilen neu bestielt und geschliffen, sodass sie nun wieder voll einsatzbereit sind. Dies wurde direkt ausgenutzt, um in jeder freien Minute Holz für unsere Kochfeuer zu hacken.

Im dritten Workshop lernten wir bei Katrin das Verbinden von Holzsegmenten ohne Seile. Zunächst bauten wir die für Pfadfinder sehr wichtigen Dreibeine, die wir anschließen ans Feuer stellten, um später unseren Kochtopf an einen Querbalken zu hängen, der die beiden Dreibeine verband. Danach bauten wir uns noch sehr modische Hocker als Sitzmöglichkeiten, die auch mit nach Hause genommen wurden.

Diese Workshops wurden sehr positiv angenommen und es wurden sehr viele interessierte Fragen gestellt und wunderbar mitgearbeitet, wodurch wir sahen, dass das Thema gut gewählt war und die Teilnehmer Interesse an der persönlichen Weiterentwicklung hatten.
Aber nicht zuletzt trug einen Großteil zu der guten Stimmung auch das sonnige Wetter nach einer wirklich kalten Nacht bei.

Im Anschluss ging es auch schon auf das Abendessen zu und nach einer kurzen Einheit, bei der jeder sich aus dem gehackten Holz als eine Art „Trockenübung“ die Feuerarten aufbauen sollte und die Pros und Cons besprochen wurden, wurde noch mehr Holz gehackt, eine Suppe in der Lagerküche vorbereitet und ein Braten über mehrere Stunden in dem Dutch- Oven am Feuer gegart.

Nach dem wirklich hervorragenden Abendessen spielten wir noch eine Partie „Schlag den Leiter“, die von Magrit und Jonas vorbereitet wurde, bei der es wie in der TV Show darum ging, in mehreren Spielen möglichst viele Punkte zu ergattern. Es spielten zwei Teams gegeneinander und anhand der Spielenamen musste erraten werden, wer mit seinen Stärken am ehesten gewinnen konnte. Dabei durfte jeder aus dem Team nur ein Spiel übernehmen und jeder kam einmal dran.

Später am Abend kam noch unser Diözesanvorsitzender und auch Norderstedter Sven vorbei, um ausnahmsweise in kleiner und persönlicher Runde am Lagerfeuer an Sonja das Woodbadge- Halstuch als Zeichen der erfolgreichen Absolvierung des Woodbadge- Kurses und zur internationalen Befähigung als Leiterin zu verleihen.
Danach ließen wir diesen schönen Abend noch mit etwas Gesang und Gitarrenspiel ausklingen.

Auch den Sonntagmorgen starteten wir mit einem Feuer, einer Morgenrunde mit einem Gebet und aufweckendem Spiel und dem Frühstück im Anschluss.

Danach hatten wir eine Einheit zu Karte und Kompass, bei der wir lernten, wie man sich auch mal ohne Handy und GPS Gerät im Gelände orientieren kann und wie man auf einer Karte seinen Standpunkt bestimmt. Dies setzten wir in die Praxis bei einer Schatzsuche um, bei der die zuvor gebildeten Kleingruppen verschiedene Fragen fanden, die wir als Einstieg in die spätere Reflexion nutzen wollten und worüber man sich Gedanken machen konnte.

Doch noch vor der Reflexion wiederholten wir die wichtigsten Knoten, die man als Pfadfinder können sollte, bauten alles ab und putzen die Toiletten und den Küchenbereich auf dem Platz. Der Abbau funktionierte diesmal schon deutlich besser, da nun allen bekannt war, wie man das Material zusammen packt und wo es hingehört. Nachdem der Platzwart den Platz abgenommen hatte und alles für die Abfahrt bereit war, reflektierten wir noch mit den genannten Fragen als Anstoß das Wochenende. Deutlich wurde dabei, dass das Wochenende allen gefallen hat und jeder etwas Neues gelernt hat, was man auch in den kommenden Gruppenstunden und Lagern den Kindern weiterzugeben vermag.


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