Gruppenleiterfortbildung in Glinde, April 2014

Am Freitag trafen sich die Leiter in der Gemeinde zum Packen. Schnell ging es dann in das Pfadfinderheim in Glinde, wo sofort das Abendessen vorbereitet wurde.

Als erstes starteten wir mit einer Einheit im Stuhlkreis. Folgende Fragen sollten beantwortet werden: „Welche schwierigen Situationen sind mir schon in meinem Gruppenleiteralltag begegnet?“, „Was habe ich in meinem Gruppenleiteralltag schon schlimmes erlebt? Wie bin ich damit umgegangen?“ und „Welche Situationen haben mich überfordert?“ Alle Ergebnisse sammelten wir und klebten sie nach der Besprechung an unsere "Krisen- und Notfallmanagement"-Wand.

Danach schauten wir einen Dokumentationsfilm über einen Sturm in Berlin, der für ein Zeltlager vor Ort damals nicht so gut ausgegangen. Wir notierten uns dazu, was gut lief und was weniger gut war und besprachen die Ergebnisse.

Am Samstagmorgen starteten wir den Tag mit einer Morgenrunde und einem kleinen Spiel, um fit in den Tag zu starten. Anschließend gab es ein leckeres Frühstück und der gestrige Tag wurde kurz reflektiert.

Als nächstes Stand das Planspiel auf dem Programm:durchgespielt wurde das Szenario eines verschwundenen Wölflings. Die Leiterrunde unternahm hier viele gute Aktionen, um den vermissten Jungen zu finden. Nach dem Anruf bei den Eltern des Kindes und dem daraus resultierenden Anruf bei der Polizei wurde das Spiel dann beendet, da sich um alles weitere die Poliezi kümmern würde. Nach dem Planspiel, wurde das Protokoll vorgelesen und jeder der Teilnehmenden konnte sich alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

Danach gab es eine kurze Pause, bevor anschließend ein Vortrag von Moritz zum Thema „Psychoedukation und Betroffenenscreening“ gehalten wurde, der uns zeigte, wie verschieden die Menschen auf Krisen/Stress reagieren können.

Nach dem Mittagessen wurde die Gruppe in drei Kleingruppen aufgeteilt und sie bekamen die Aufgabe, eine Checkliste für die Vorbereitung eines Zeltlagers/einer Sommerfahrt anzufertigen. Die Arbeitsergebnisse wurden danach zusammengetragen und wir erstellten eine allgemeine Checkliste für unseren Stamm.

Hiernach wurde im Plenum erarbeitet, was in einer Krise selbst wichtig ist. Wir beschränkten uns hierbei auf zwei Szenarien: ein Kind ist verletzt und der Platz ist nicht mehr sicher. Die Ergebnisse wurden ebenfalls zu einer Checkliste zusammengetragen, sodass wir uns für solche Situtaionen nun noch besser vorbereitet fühlen.

Danach hörten wir einen zweiten Vortrag, der sich mit der Nachbereitung einer Krise beschäftigte. Angesprochen wurden darin unter anderem die Institutionen, an die wir uns wenden können, wenn etwas passiert ist.

Nach einer kurzen Pause wurde in den Leitungsteams der Gruppen zu den kommenden Sommerfahrten gearbeitet. Die Gruppen sollten soweit wie möglich die Checkliste für die Vorbereitung der Sommerfahrt abarbeiten.

Anschließend gab es wieder einen kleinen Rückblick auf den Tag, der sich schon wieder dem Ende zuneigte. Nach dem gemeinsamen Abendessen ließen wir den Tag entspannt ausklingen.

Am Sonntag wurde nach einer Morgenrunde noch gefrühstückt und das Haus geputzt und gegen mittag waren wir voller neuer Eindrücke zurück in Norderstedt.

Das Ziel, uns für mögliche Krisen- und Notfälle zu sensibilisieren, haben wir aus unserer Sicht erreicht. Zudem haben wir nun mehr Kenntnis darüber, was in Krisen- und Notfällen auf einen Leiter an Anforderungen zukommt und haben dafür Verhaltensstrategien entwickelt, sodass wir uns nun alle sicherer fühlen und noch entspannter auf unsere Sommerfahrten blicken können.

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