Pfadi Stufenfahrt 2018 - Jollenhike auf der Schlei

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Sonntag, 08.07.

Gestern Vormittag sind wir gemeinsam aus Norderstedt gestartet. Ziel: die Stollerwerft in Schaalby. Nach knapp zwei Stunden Fahrt hatten wir das Ziel auch schon erreicht. Wir bezogen die Werft, ließen die Boote ein und fingen an sie seeklar zu machen.

Das Wetter ist bestens und die Stimmung gut. Gleich starten wir in den ersten Theorieteil, um am Nachmittag die ersten Manöver auszuprobieren.

Dienstag, 10.07.

Nachdem wir am Sonntag schon die ersten Wenden auf See gemeistert hatten, mussten wir am Montag wetterbedingt die Jollen im Hafen liegen lassen. Der Wind war für uns als Anfänger mit bis zu Windstärke 6 zu stark, sodass wir uns auf die Theorie konzentrierten. Wir lernten unter anderem die verschiedenen Kurse am Wind zu lesen und die wichtigsten Knoten fürs Segeln. Außerdem arbeiteten wir an unserer Jolle „Tudeluwudelu“ weiter, die wir über die letzten Wochen bei uns in der Gemeinde stehen hatten und restaurierten.

Heute lernten wir die Segel zu reffen, um auch bei stärkerem Wind sicher zu segeln. Endlich konnten wir auch wieder segeln. Ein Feld wurde auf Wasser abgesteckt und wir fuhren einige Wenden und kreuzten den Wind. Tudeluwudelu ist seit heute auch startklar und wir sind mit ihr das erste mal erfolgreich in See gestochen. Zwischendurch vertreiben wir uns die Zeit mit Baden, da wir auch ein cooles Schlauchboot dabei haben.

Samstag, 14.07.

Am Mittwoch standen nach den Wenden nun die Halsen auf dem Programm. Der Unterschied liegt darin, dass man bei Hälsen mit dem Heck durch den Wind fährt. Hier muss der Baum kontrolliert auf die andere Seite gezogen werden, um Unfälle an Bord zu vermeiden. Auch das Anlegemanöver „Aufschießer“ übten wir am Mittwoch, um in fremden Häfen keine Unfälle zu verursachen.

Am Donnerstag stand für uns das Kentermanöver auf dem Programm. Wie immer mit Schwimmwesten ausgestattet ging es auf die Schlei. Dort beachten wir durch extreme Gewichtsverlagerung zum Kentern und übten dann, wie wir das Boot schnell selbst wieder aufrichten können.

Nachmittags nahmen wir uns die Ausweichmanöver vor. Dazu gehört zum Beispiel, dass nur in Lee überholt wird und dass man kurshaltepflichtig ist, wenn die Segel auf Backbord stehen. Das wurde dann auch vor unserem Hafenbecken geübt.

Gestern könnten wir mit den Jollen unseren ersten Tagesausflug antreten. Am Vormittag segelten wir mit dem Ziel Haddeby los. Da wir Westwind hatten, mussten wir den Wind sehr häufig mit Wendemanövern kreuzen. Nach knapp zwei Stunden hatten wir die vier Seemeilen hinter uns und besuchten das Wikingerdorf- und Museum Haitabu. Zurück ging es dann deutlich schneller und wir waren innerhalb von einer halben Stunde zurück. Abends hatten wir Besuch von Mäggy, Sonja und Clemens und grillten zusammen.

Heute sind wir bei etwas trübem Wetter nach Schleswig gesegelt. Dort hatten die Jungs 2 Stunden Freizeit. Die haben sie natürlich damit genutzt, die Süßigkeiten Lager wieder aufzufüllen. Am Nachmittag kam die Sonne wieder raus und wir konnten bei schönem Segelwetter zurück zur Werft fahren. Dabei übten wir noch das wichtige „Mensch über Bord“ Manöver mit einer Boje, die es zu retten galt. Gleich gibt es Abendessen. Es ist unfassbar, wie schnell die Zeit bisher vergangen ist. Heute ist schon Bergfest!

Montag, 16.07.

Gestern war der große Tag gekommen: unsere Segelprüfung. Am Vormittag übten die Jungs noch fleißig die Theorie und die Knoten, bis uns am Mittag unsere Prüferin samt Kind und Hund in der Werft besuchten. Dann wurde der Theorietest geschrieben und jeder musste zwei der neun wichtigen Knoten zeigen, die von der Segellehrerin ausgesucht wurden. Anschließend ging es mit den Jollen aufs Wasser, wo wir einen Parcours samt Mann über Bord Manöver zeigen mussten. Wir sind sehr stolz, dass wir es alle mit sehr guten Ergebnissen geschafft haben und wir alle jetzt stolze Träger des Seepfadfinderabzeichens sind!
Abends fingen wir dann schon mit dem Abbau an, da wir am nächsten Tag endlich mit dem Jollenhike starten wollten.

Heute morgen wurden wir um sechs geweckt, da der Teleporter aus der Werft gefahren wurde und einen Katamaran ins Haffenbecken setzten. Einige von uns schauten sich das Spektakle an, während die meisten sofort wieder einschliefen. Am Mittag wurde dann alles Gepäck und Material auf die Jollen verteilt und wir stachen in See! Nach einigen Stunden sind wir in Fleckeby angekommen und übernachten hier auf dem Hafengelände. Morgen geht es weiter die Schlei rauf!

Donnerstag, 19.07.

Am Dienstag hatten wir richtig Pech: kein Wind. Wir diskutierten, ob wir einen Tag auf dem Hafengelände bleiben oder es mit den Paddeln versuchen sollten. Da wir keinen Tag verschenken wollten entschieden wir uns fürs Paddeln. So paddelten wir einige Stunden mit den Jollen und machten eine kurze Pause samt Wasserschlacht an einem kleinen Strand. Da es noch recht früh war, entschieden wir uns noch etwas weiter nach Rieseby zu fahren. Ganz kurz vor dem Ziel würden wir von einer Regenwolke erwischt. Wir konnten auf dem Wasser förmlich sehen, wie der Regen sich auf uns zu bewegte. Der Schauer war nicht lang, reichte aber um uns alle bis auf die Knochen nass zu machen. Wir kamen wie geplant bei dem Wassersportverein Rieseby an. Dort durften wir uns aufwärmen und im Schuppen des Vereins übernachten.

Am nächsten morgen spendierte uns der Verein frische Brötchen! Zum Glück war der Wind auch wieder da, sodass wir wieder segeln konnten. Am Nachmittag machten wir einen kurzen Halt in Kappeln, wo wir alle zwei Stunden bummeln konnten. Abends kamen wir an einem wunderschönen kleinen Strandabschnitt an. Dort zogen wir die Boote an Land und schlugen unser Camp auf. Highlight des Tages: unsere Versprechensfeier am Strand mit Lagerfeuer! Jonas und Julius legten tolle Pfadi Versprechen ab und bekamen endlich das grüne Halstuch.

Heute morgen bauten wir das Camp schnell ab und es ging das letzte Stück Schlei hoch zur Ostsee! Nach nur einer halben Stunde kamen wir bei bestem Wetter auf der Ohe-Insel an. Hier genießen wir die Zeit in der Sonne! Morgen geht es wieder ein Stück zurück nach Maasholm, wo wir die Boote aus dem Wasser holen und die letzte Nacht verbringen werden, bevor es am Samstag Vormittag nach zwei wirklich fantastischen Wochen zurück nach Norderstedt geht! Es hätte nicht besser sein können! :-)


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